Bau einer Tastenmechanik für den FT-817
© Roman Beyer, 04072007



Ich besitze zwei elektronische Morsetasten. Beide sind aber für den Portabelbetrieb nicht besonders gut geeignet. Die eine Taste läuft nur auf Netzspannung und die Andere ist einfach zu schwer. Da der FT-817 schon eine interne Tastenelektronik hat, habe ich mir kurzerhand eine kleine "Tastenmechanik" zusammengeschustert>>>

Man nehme, so man hat...


... zwei Lüfter 40 x 40mm.

Ich verwendete ein Modell mit 12 und eines mit 20mm Tiefe.



Die Lüfterräder werden abgezogen und
der Anker entfernt.

Das sieht dann so aus...


An zwei gegenüber liegenden Seiten werden mit dem
Cuttermesser zwei kleine Aussparungen reingeschnitzt,
die etwas tiefer sind als das eigentliche Lüfterrad.

Nun schlachten wir ein stabiles Relais aus.



Wir brauchen die dicken Kontakte.


Perfekt.


Die Kontakte werden wie abgebildet zusammen-
geschraubt und auf eine kleine Weißblechscheibe
aufgelötet. Diese wird auf dem Lüfterrad des
dickeren Lüfters mit Sekundenkleber festgepappt.



Die Mittellage wird mit zwei Lötösen und einer
Zugfeder mit kleinen Haken hergestellt. Justieren
kann man dieses Gebilde, indem man die Feder
mit einer Pinzette hochhebt und jeweils um eine
Windung nach links oder rechts versetzt.


Die Kontakte links und rechts werden einfach mit
versilbertem Kupferdraht hergestellt. Zur Feinjustage
werden die Drahtenden einfach etwas gebogen.


Nun ist die eigentliche "Mechanik" schon fast fertig.
Es fehlt nur noch das "Oberlager".



Auf das Lüfterrad des oberen Lüfters kleben wir etwas
doppelseitiges Klebeband. Es soll nach dem
Zusammenschrauben auf den darunter liegenden
Mittelkontakt drücken und ihn somit fixieren.


PREMIERE!!

Hier ist die hochwertige und weltweit einmalige
Lüftertaste zu sehen!


Größenvergleich zu einer Streichholzschachtel.


Gesamtansicht der Telegrafiereinrichtung.


Vier Tasten auf einem Bild. Vorne die Lüftertaste,
dahinter eine kleine russische Handtaste.
Der massive Chrom-Klotz daneben ist auch eine
Taste mit integrierter Elektronik. Man kann mit
dem Ding Morsezeichen geben oder auch
Schaufensterscheiben einwerfen.
Hinten rechts steht die besagte Taste für Netzbetrieb,
gute 30 Jahre alt.


Hier nochmal ein Größenvergleich.









Und hier ist nochmal die
hochwertige und weltweit einmalige
Lüftertaste
zu sehen!

Ich bin mir absolut sicher, dass mir viele Leute jetzt einen Vogel zeigen würden. Dagegen habe ich nichts, habe ich mir ja auch redlich verdient, oder?
ABER:
Die Taste funktioniert. Man kann damit recht ordentlich geben. Keinen HighSpeed, aber da sind bei mir ohnehin Grenzen gesetzt. Wie sich diese "Taste" nun in der Praxis bewährt, werde ich wohl erst in ein paar Wochen sagen können.



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